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Isabelle Graw: Der grosse Preis

Isabelle Graw: Der große Preis. Kunst zwischen Markt und Celebrity Kultur, 256 Seiten, DuMont Verlag 2008, Euro 19,90

Dadurch, dass sie einen Preis haben, unterscheiden sich Kunstwerke nicht von Dosenfischen – oder von Zahnbehandlungen. Zunächst könnte man darum die These von Isabelle Graw, Kunst und Markt seien miteinander verschränkt, ohne doch in eins zu fallen, trivial finden. Denn eben dies gilt auch für den gegenseitigen Bezug von Fisch und Markt oder professioneller Arbeit und Markt. Märkte konstituieren sich durch Konkurrenz um Zahlungen. An den Objekten, die solche Zahlungen auszulösen vermögen, interessieren dabei ökonomisch niemals alle ihrer Eigenschaften. Verglichen mit anderen Waren gehört manche Kunst, so gesehen, zum Luxussegment des Marktes für dauerhafte Konsumgüter und konkurriert dort beispielsweise mit Pferden, Booten, Möbeln und Schmuck. Dabei ist immer klar, dass man mit Booten anderes anstellen kann als mit Bildern.

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Der grosse Preis